{"id":2269,"date":"2017-07-13T10:19:46","date_gmt":"2017-07-13T09:19:46","guid":{"rendered":"https:\/\/hb9sota.ch\/?p=2269"},"modified":"2024-09-11T13:29:32","modified_gmt":"2024-09-11T11:29:32","slug":"hb9sota-wspr-antennenvergleich-resultate","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hb9sota.ch\/it\/blog\/hb9sota-wspr-antennenvergleich-resultate\/","title":{"rendered":"HB9SOTA WSPR-Antennenvergleich &#8211; Resultate"},"content":{"rendered":"<p>Liebe HB9SOTA-Mitglieder<\/p>\n<p>Gerne pr\u00e4sentiere ich euch die Resultate des HB9SOTA WSPR-Events vom 2.7.2017 auf dem Gurten. Dem nicht ganz ufb wx trotzten HB9BIN, HB9BQU, HB9DCO, HB9GKR, HB9TVK und ich. Vielen Dank an die teilnehmenden OMs!<\/p>\n<p>Um es gleich vorwegzunehmen: bei sechs der sieben getesteten Antennen war die Performance sehr \u00e4hnlich; es hat sich praktisch alles im Bereich einer halben S-Stufe abgespielt. Man kann wohl sagen, dass bei Drahtantennen mit einer vern\u00fcnftigen L\u00e4nge im Verh\u00e4ltnis zur Wellenl\u00e4nge die genaue Art der Einkopplung und\u00a0Aufstellung oft gar keine so grosse Rolle spielt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hb9sota.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/wspr_gurten_hb9sota_20170702.pdf\">Anbei findet ihr ein PDF<\/a>\u00a0mit einer groben Zusammenfassung der Resultate, sowie einer Beschreibung vom jeweiligen OM und Fotos jeder Antenne. Nachfolgend die Links mit einer detaillierteren Auswertung der WSPR-Spots pro Band.<\/p>\n<p>40m: <a href=\"https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_40m\">https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_40m<\/a><br \/>\n20m: <a href=\"https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_20m\">https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_20m<\/a><br \/>\n30m: <a href=\"https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_30m\">https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_30m<\/a><br \/>\n60m: <a href=\"https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_60m\">https:\/\/neon1.net\/sota\/wsprviz2\/?p=20170702_gurten_60m<\/a><\/p>\n<p>Es wurden pro Band jeweils die Spots aus dem Zeitfenster ber\u00fccksichtigt, in dem meines Wissens alle Antennen permanent QRV waren. Aus diesen Spots habe ich mittels eigener Software einige Auswertungen gemacht. Zentral ist dabei eine Art \u00abSNR-Differenz-Matrix\u00bb. F\u00fcr diese wurden Spots ber\u00fccksichtigt, bei denen der gleiche Spotter zur gleichen Uhrzeit Spots f\u00fcr zwei oder mehrere Antennen generiert hat. Daraus wurde f\u00fcr die beteiligten Antennen die SNR-Differenz berechnet (Sendeleistung normalisiert) \u2013 auf diese Weise kann man Effekte wie sich ver\u00e4ndernde Ausbreitungsbedingungen oder QRM beim Empf\u00e4nger so weit als m\u00f6glich ausschliessen, und einen einigermassen fairen Vergleich erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Es muss aber gesagt werden, dass bei diesen Differenzen unterschiedliche Antennencharakteristiken prinzipbedingt nicht ber\u00fccksichtigt werden. Wenn also eine Antenne sehr flach strahlt und damit einige DX-Spots generiert, daf\u00fcr in der N\u00e4he weniger oder schw\u00e4chere Spots erzeugt, kann sie im Schnitt evtl. schlechter abschneiden als eine steilstrahlende Antenne, die haufenweise starke Spots in der N\u00e4he erzeugt. Um dies zu beurteilen, werden die Spots auch noch grafisch auf einer Karte dargestellt, und in einer Statistik mit durchschnittlichem SNR pro Distanzbereich angezeigt.<\/p>\n<p>Zum Ablauf des Versuchs: nach dem Aufbau der Antennen wurde bei allen Rigs die Ausgangsleistung mit einem WM-2 QRP Wattmeter gegen eine Dummy-Load gemessen. Die Resultate wurden entsprechend der gemessenen Sendeleistung korrigiert. Jeder Rig\/Antennen-Kombination wurde eine nicht \u00fcberlappende WSPR-AF zugeteilt. Um sicherzugehen, dass sich die Aussendungen alle im 200 Hz breiten WSPR-Bereich befinden, wurden die LOs der Rigs mit einem Rubidium-Oszillator gepr\u00fcft und ggf. justiert.<\/p>\n<p>Meine Interpretation der Resultate:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>40m:<\/strong> Auf 40m waren f\u00fcnf von sieben Antennen praktisch gleichauf, mit Unterschieden &lt; 1 dB. Die G8JNJ von HB9GKR war etwa 4 dB schw\u00e4cher als diese f\u00fcnf, die EARC End-Fed HB9DCO\/2 etwa 17 dB schw\u00e4cher. Die gr\u00f6sste Distanz wurde mit Norwegen (~2600 km) einmal von HB9TVK\/2 erreicht.<\/li>\n<li><strong>20m:<\/strong> hier hat die von HB9BIN aufgestellte Linked EFHW am besten abgeschnitten. HB9DCO\/1, HB9GKR und HB9TVK\/1 waren aber sehr nahe dran, alle im Bereich von 1-2 dB. Die EARC End-Fed HB9DCO\/2 war etwa eine S-Stufe schw\u00e4cher als der Durchschnitt, aber somit deutlich besser als auf 40m. HB9BIN und HB9TVK\/2 haben VK geschafft, allerdings nur einmal (HB9BIN) resp. zweimal (HB9TVK\/2), und beide knapp, so dass es mit etwas mehr Gl\u00fcck bei den anderen vielleicht auch geklappt h\u00e4tte. Beide Antennen von HB9TVK haben zudem je einen S\u00fcdafrika-Spot hervorgebracht, mit praktisch identischem SNR. Kuwait wurde von vier Antennen erreicht (HB9BIN, HB9DCO\/1, HB9TVK\/1, HB9TVK\/2).<\/li>\n<li><strong>30m:<\/strong> Auf diesem Band konnte die G8JNJ von HB9GKR brillieren; sie war im Durchschnitt 3.9 dB st\u00e4rker als die anderen. Die EARC End-Fed von HB9DCO\/2 war wie auf 20m etwa eine S-Stufe schw\u00e4cher als der Durchschnitt. DX (VK2CBD ~16700 km) wurde von HB9BIN, HB9BQU und HB9TVK\/1 erreicht. Beim anderen Distanzextrem, Spotter HB9FZG (~65 km), konnten HB9BQU und HB9TVK\/1+2 punkten.<\/li>\n<li><strong>60m:<\/strong> hier gab es relativ wenige Spots aufgrund der geringen Reichweite, wenigen Spottern, schwachen Signalen und bestimmt auch wegen mehr QRM. Diverse Antennen waren wohl nur dank der Verwendung von ATUs auf diesem Band \u00fcberhaupt nutzbar, was der derzeit g\u00e4ngigen Praxis bei SOTA entspricht (\u00abBehelfsantenne\u00bb, um besser innerhalb von HB9 arbeiten zu k\u00f6nnen). Die G8JNJ von HB9GKR war mit +6.1 dB am St\u00e4rksten, dicht gefolgt von HB9BQU und HB9TVK\/1. Die EFHWs von HB9BIN und HB9DCO\/1 waren ca. eine S-Stufe schw\u00e4cher, und die EARC End-Fed HB9DCO\/2 war mit -15 dB deutlich abgeschlagen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Anmerkung von Heinz HB9BCB zur Verwendung von EFHWs f\u00fcr 40m auf 60m: <em>\u00abMit einer simplen Verl\u00e4ngerung von ca. 6m (bei trapped Version k\u00fcrzer) erg\u00e4be sich eine korrekte 60m EFHW. Eine gute Alternative erg\u00e4be sich beim Weglassen des Impedanzkopplers und unter Verwendung eines Gegengewichts.\u00bb<\/em><\/p>\n<p>Duri HB9DCO legt Wert auf folgende Feststellung: <em>\u00abAufbauh\u00f6he beider Antennen auf &#8220;hochalpine&#8221; Verh\u00e4ltnisse ausgelegt (steil, windig, wenig Platz), Safety geht vor! =&gt; Signale werden folglich geringer ausfallen\u00bb.<\/em><\/p>\n<p>Und nur damit es wieder einmal gesagt ist: 3 dB sind nur eine halbe S-Stufe; alle Unterschiede, die kleiner als das sind, d\u00fcrften in der Praxis nicht relevant sein; da haben QSB\/QRM einen viel st\u00e4rkeren Einfluss. Und nat\u00fcrlich ist jede SOTA-Antenne bei jedem Aufbau ein Unikat.<\/p>\n<p>Interessant w\u00e4ren noch einige \u00abMinimalantennen\u00bb im Vergleich gewesen, z.B. Loop oder stark verk\u00fcrzte Verticals\/Whips. Dies w\u00e4re eine gute Entscheidungsgrundlage bei der Planung einer Tour (um wieviel schw\u00e4cher ist mein Signal f\u00fcr das, was ich an Gewicht\/Handling spare). Ich denke, bei einer Wiederholung des Versuchs k\u00f6nnte man den Fokus st\u00e4rker darauf legen. Einen ersten Anhaltspunkt diesbez\u00fcglich hat der WSPR-Pilotversuch von J\u00fcrg und mir bereits gegeben (AlexLoop gegen\u00fcber EFHW auf 40m ca. zwei S-Stufen und auf 20m ca. eine S-Stufe schw\u00e4cher).<\/p>\n<p>Es war ein sehr interessanter Versuch, und ich freue mich darauf, diesen in Zukunft (vielleicht anl\u00e4sslich einer HB9SOTA-GV) zu wiederholen.<\/p>\n<p>vy 73,<\/p>\n<p>Manuel HB9DQM<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe HB9SOTA-Mitglieder Gerne pr\u00e4sentiere ich euch die Resultate des HB9SOTA WSPR-Events vom 2.7.2017 auf dem Gurten. Dem nicht ganz ufb wx trotzten HB9BIN, HB9BQU, HB9DCO, HB9GKR, HB9TVK und ich. Vielen Dank an die teilnehmenden OMs! 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